Tauet Himmel den Gerechten auf der Kirchenorgel
Auf der Orgel der Klosterkirche Schönau im Taunus spielt mein Freund Gereon in der Messe zum 4.Advent das Lied “Tauet Himmel den Gerechten”. Kloster Schönau ist vor allem berühmt, durch das Wirken der hl. Elisabeth von Schönau – eine Zeigenössin der hl. Hildegard von Bingen – im 12. Jhdt. Inhaltlich beschreibt das Lied das Warten der Menschheit auf den im Alten Testament von den Propheten verheißenen „Gerechten, also den Messias, Heiland und Erlöser, den wir Christen in Jesus Christus sehen. Entstehung und erstes Auftauchen wird auf das Jahr 1777 im Landshuter Gesangbuch datiert. Und hier zum Mitsingen: “Tauet Himmel den Gerechten, Wolken regnet ihn herab!”, rief das Volk in bangen Nächten, dem Gott die Verheißung gab, einst den Retter selbst zu sehen und zum Himmel einzugehen; denn verschlossen war das Tor, bis der Heiland trat hervor. Voll Erbarmen hört das Flehen Gott auf hohem Himmelsthron: Alle Menschen sollen sehen Gottes Heil in seinem Sohn. Gottes Engel eilt hernieder, kehrt mit dieser Antwort wieder: “Sieh, ich bin des Herren Magd, mir gescheh, wie du gesagt.” Und als Mensch zu Menschenkinder kommt des ewgen Vaters Sohn; Licht und Heil bringt er den Sündern, Frieden von des Himmels Thron. Erde jauchze auf in Wonne bei dem Strahl der neuen Sonne: Bald erfüllet ist die Zeit. Macht ihm euer Herz bereit!
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